My day

Weinen

Leere sollte ja eigentlich nichts wiegen, weil da ja nicht ist. Leere empfindet man im ersten Moment als gut, weil sie das Leiden ertrtäglicher macht.

Sie hilft.

Aber nur am Anfang.

Und dann tut sie schrecklich weh. Sie erdrückt einen, lässt einen nicht mehr klar denken und atmen. Sie nimmt alle Gefühle und lässt nur eine leere Hülle zurück. Am Anfang ist es ein schönes, befreiendes Gefühl. Aber mit der Zeit macht die Leere alles nur noch viel schlimmer, als es ohne hin schon ist.

Mit der Leer unterdrückt man seine Gefühle, zumindest ist das bei mir so.

Und dann sagt jemand etwas, dass einen verletzt oder dass einen an etwas erinnert. Die Erinnerung muss ja nicht einmal schmerzen, sie kann schön gewessen sein. Aber man wird wehmütig und sehnt sich nach der Vergangenheit. Man erinnert sich an immer mehr Ereignisse, die man so sorgfälltig verdröngt hat. Und dann lässt man Gefühle zu. Zuerst eins. Und dann immer mehr. Man lässt Traurigkeit zu und dann Schmerz. Dann wird der Schmerz so unerträglich, dass er zu Wut wird. Und dann hofft man, dass man nicht zusammen brincht oder zumindest nicht unter Leuten. Man wird wütend, auf alles und jeden. Am liebsten möchte man alles klein schlagen, die ganzen Gefühle raus schreien und alles wieder wegsperren. Dann folgt ein Heulkrampf und dann kann man nicht mehr aufhören zu weinen. Man weint und weint und hofft das keiner einen hört. Und wenn man einmal angefangen hat zu weinen, weint man wegen jeder Kleinigkeit die einen bedrückt. Man kann nicht mehr aufhören, erst wenn man alles betrauert hat. Erst dann kann man aufhören. Und dann kehrt die verlockende Leere zurück. Sie sperrt die gefühle wieder weg und wartet auf die nächste Gelegenheit, einen zusammen brechen zu lassen. Und so geht dass immer weiter.

Immer wieder von vorne.

Immer wieder und wieder, bis man nicht mehr kann.

 

-Ich fang wegen einer Sache an zu weinen und plötzlich fallen mir alle Probleme wieder ein.

-und ich merke, dass alles was ich versucht habe zu unterdrücken wieder hoch kommt. Es tut so weh

-Oberste Regel: weine erst wenn du alleine bist

Angst

Ich soll am Montag (24.02) ein Referat halten, aber ich habe Angst davor.

Eigentlich ist es schon mehr als Angst. Es ist sowas wie eine Phobie. Ich kann nicht mit Fremden Leuten sprechen und schon gar nicht vor meiner Klasse. Ich hab dann immer Herzrassen, muss stottern, mir wird ganz heiß und alle starren mich an. Ich hasse das Gefühl so sehr, dass ich mich danach nicht beruhigen kann. Und weil ich mich nicht beruhigen kann, zittere ich manchmal den ganzen Tag. Genau wie bei der Präsentation. Ich weiß gar nicht woran das liegt. Ich hab einfach panische Angst mit oder vor Menschen zu sprechen. Manchmal wenn ich vor der Klasse stehe oder vom Lehrer aufgerufen werde, muss ich fast weinen, einfach weil ich das Gefühl nicht mag. Ja ich hasse es.

Deswegen habe ich letztes Schuljahr 19 Tage gefehlt.... dieses Jahr werden es noch mehr. Fast doppelt soviele, einfach weil ich Angst vor der Schule habe. Aber am meisen vor Präsentationen. In Gruppen ist es einfacher. Man steht zusammen vorne und ist nicht alleine.

Und dan sind es am Montag auch noch zwei Präsentationen... In Englisch und Erdkunde.

Ich will da nicht hin. Ich habe letzte Woche schon gefehlt (Windpocken), da kann ich nicht schon wieder fehlen... Ich hab Angst. So sehr das ich mir überlege meiner Mama alle meine Probleme zu erzählen, auch Ana. nur damit sie mich einweisen lässt.

Ich weiß nicht was ich machen soll, vorallem weil wir keine Karteikarten haben dürfen.

Kotzen

Das mit dem Übergeben ist so eine Sache.

Ich will es eigentlich nicht. Aber ich kann nicht aufhören.

Ich mach es nicht regelmäßig. Aber öfters als Früher.

Ich mach zusätzlich Sport. Mit dem Übergeben kann ich meine Gefühle wegsperren.

Aus meinem Körper verdrängen. Sie auskotzen.

So verletzen sie mich nicht mehr. Ich mache es um sie loszuwerden.

Die Schuldgefühle nach dem Essen, den Selbsthass, die Angst, die Verzweiflung, die Hoffnungslosigleit. Ich mache es um das alles für einen kurzen Moment loslassen zu können. Um mich frei zu fühlen. Wenn ich kotze, weiß ich das ich etwas besser kann, als andere. Ich weiß es ist schlecht und ich solte es lassen, aber das Gefühl dabei. Das Gefühl ist unglaublich, wunderschön und befreiend.

Es macht mich komplett.

Zumindest fühlt es sich so an. Wenn ich dann aber fertig bin und mein Hals weh tut, bereue ich es zwar nicht. Aber ich hätte es nicht tun sollen. Ich weiß.

Es ist nur so schwer etwas zu finden, dass mich so fühlen lässt. Nach dem Kotzen und wärend dem Hungern, bin ich so perfekt. Ich fühle mich leicht und schwerelos. Ich denke immer: wenn ich so weiter mache, nichts esse oder es auskotze, dann werde ich perfekt, dünn und schön. Aber dann esse ich und kotze es nicht aus. Dann nehme ich zu und dann hasse ich mich ein Stück mehr, weil die Zahlen auf der Waage nach oben anstatt nach unten gehen. Es ist ein auf und ab der Gefühle, dass mich kaputt macht. Aber ich kann nicht aufhören, weil es so schön ist.

 

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Silvester

Mein Vater kommt nicht mit der Trennung klar.

Und meine Mutter hat einen neuen Freund.

Deshalb haben wir Silvester wo anders als sonst verbracht.

Weil mein Vater zu meiner Mutter gesagt hat: "Das kannst du mir nicht antun."

Ist das wirklich eure größte sorge? Wer, wem begegnet?

Die haben ja keine Ahnung wie oft ich am liebsten gesagt hätte: "Das könnt ihr MIR nicht antun." Die verkaufen das Haus in dem ich groß geworden bin und reden davon wieder zusammen zu kommen. Ich hab nichts mehr. Ich hab ein halb so kleines Zimmer wie davor, ich ritz mich, was keiner merkt, ich hunger, was keiner merkt, ich kotz manchmal, was keiner bemerkt. Und alles was die Interessiert, ist ein blödes Fest. Mich hat seid 1/2 Jahren mehr gefragt wie es mir geht. Wie die Schule war. Warum ich immer alleine in meinem Zimmer sitze. Warum meine Noten so schlecht sind.

Das interessiert die nicht, die Interessiert nur das blöde Fest. Für mich interessiert sich keiner. Aber bin ich ja gewöhn also was solls.

Ist ja egal ob ihr mir das antun könnt oder nicht

Happy new year!

Sommer-Winter

Hasst ihr Weihnachten genauso sehr wie ich?

Man muss ständig essen. Bekommt Süßigkeiten geschenkt. Immer ist jemand bei einem, man kann nie alleine sein. Man kann kein Essen ausfallen lassen, weil man bei Verwandten zu besuch ist, oder sie bei einem.

Ich mag den Winter auch nicht.

Es ist zu kalt. Zu viel Schnee. Zu viel Familie.

Ich bin ein Sommer Mensch. Ich liebe die Sonne. Die Wärme. Die Sommerferien in denen man in den Urlaub fährt. In der Sonne liegen, sich entspannen.

Das nichts tun gefällt mir am meisten.

Ich liebe es in einem anderen Land zu sein. Sich morgens eine Liege suchen und dann den ganzen Tag faul in der Sonne liegen. Sich immer mal wieder neu eincremen. Vielleicht mal was Essen gehen und sich was zum Trinken suchen. Mit dem Handy Musik hören. Braun werden. Darauf achten das man kein Sonnenbrand bekommt.

Wenn es zu warm wird einfach in den Pool gehen und sich abkühlen. Ich wundere mich immer wie das Meer/Pool dort so schön Kühl sein kann. Wenn man dann im Ozean schwimmt und Salzwasser verschluckt und in die Augen bekommt, man es sich nicht aus den Augen reiben kann, weil an den Händen genauso viel Salz ist, ist das ein  verdammt gutes Gefühl. zumindest für mich.

Das ist meine lieblings Jahreszeit. Sommer.

Ich mag keine Kält. Ich mag keine -4 Grad. Ich mag +42 Grad.

Ich liebe die Sonne und hasse den Schnee. Das einzig gute am Winter ist, dass man friert und dadurch kcal verbrennt

Feeling

Manchmal, wenn mir meine Eltern oder Freunde weh tun, tue ich so als würde es mir nichts ausmachen.

Ich reagiere genervt und patzig.

Aber eigentlich möchte ich nur weinen. Weinen und Schreien.

Sie fragen, warum sie mir so weh tun. Wie sie das können. Weshalb sie nichts merken.

Wieso sie nicht merken, dass ich daran kaputt gehe.

Ich möchte sie fragen, warum immer ich leiden muss. Warum ich ihnen nicht weh tun darf.

Warum ich immer alles Akzeptieren muss. Warum ich alles für mich Behalten soll.

Warum ich immer Schuld bin. Warum? Ich möchte ihnen ins Gesicht schreien und ihnen zeigen, wie es in mit aussieht.

Wie kaputt und verzweifelt ich bin. Ich möchte ihnen zeigen, was sie aus mir gemacht haben.

Ein Mädchen, dass alles für sich behält, um anderen keine Last zu sein.

Ein Kind, dass sich wünscht geliebt zu werden, dass sich wünscht akzeptiert zu werden, so wie es ist. Mit all ihren schlechten und guten Seiten.

Eine Jugendliche, die innerlich so kaputt ist, dass sie ihre Gefühle wegsperrt um den Schmerz nicht spüren zu müssen.

Jemand der sich ritzt, um zu wissen das man lebt. Um nicht nur eine leere Hülle zu sein, die keine Gefühle hat.

Ich möchte ihnen das alles zweigen und wissen wie ich damit umgehen soll.

Wie soll ein 15-jähriges Mädchen mit dem Wissen, dass sie nicht gewolt ist, weiter leben? Wie kann man das jemandem antun, der eigentlich zur Familie gehört?

Zahnarzt

Ich bin heute bei meinem Praktikum umgekippt. Um 8.24 Uhr. Haha dabei habe ich gestern viel zu viel gegessen. Und trotzdem bin ich umgekippt.

Guter erster Eindruck würde ich mal sagen. Tja dan lag ich da ne halbe Stunde und musste ein Brot mit Wurst + ein Kaffee mit 4 ja 4 stückchen Zucker essen. 4.

Das waren 4 zu viel. Und dann immer nur stehen und sachen holen. Stehen ist ja gut.

Verbrennt kcal. Aber nichts tun und stehen ist Langweilig. Jetzt habe ich Rückenschmerzen. Ich hoffe nur das meine Eltern nicht mitbekommen was dort passiert ist....

Ich möchte mich hier nur kurz bei meinem Twin bedanken.

Danke. Danke für alles.

Danke das du zu mir hältst, mich verstehst und nicht verurteilst.

Ich weiß nicht was ich ohne dich machen würde. Ehrlich ich weiß es nicht.

Danke kleine Emmi <3

Ich hab dich lieb.

Wir schaffen das

Schmerzen

Ich habe Schmerzen. Keine Körperlichen. Keine äußerlichen. Ich habe innere Schmerzen. Psychische. Immer wenn ich von Schmerzen rede, meine ich seelische Schmerzen. Und die tun so, so unglaublich weh. So starke Schmerzen, weil man vergessen wurde, weil man das Gefühl hat nichts zu sein, nicht gut genug, nicht schön genug, nicht dünn genug, weil man nicht perfekt ist. Weil man es nie sein wird. Und diese Schmerzen machen mich kaputt. Sie ersticken mich. Ertränken mich.

Töten mich. Und um diese Schmerzen nicht spüren zu müssen, schneidet man sich in die Arme, Beine, Schultern. In die Hüfte, auf die Hand, auf den Fuß. Erst vor zwei Tagen hab ich ein Glas genommen und es mir auf den Fuß fallen lassen. Mein Fuß hat geblutet, ich hab geweint. Keiner hat mich gehört. Keinen hat es interessiert. Die Scherben haben mich ausgelacht. Mir gezeigt was aus meinem Leben geworden ist. Ein Meer aus Scherben.

Immer wenn man sich bewegt, schneiden sich die inneren Scherben ein Stück weiter in die Haut. Immer tiefer mit jeden weiteren Atemzug. Und diese Schnitte werden immer schmerzhafter. Unerträgliche Schmerzen die man in sich selbst spürt. Mit denen man leben muss. Man kann sie nicht ausschalten oder ausblenden. Man kann sie nur überschatten, mit körperlichen Schmerzen, mit Narben auf der Haut, mit einer Klinge oder einem Glas. Man kann sich diesen Schmerzen nicht entziehen, die Schmerzen sitzen zu tief, zu fest. Schon viel zu lange. Mit solchen Schmerzen kann man nicht klar kommen, ohne sich selbst zu verletzen. Das geht nicht. Dafür tun sie zu sehr weh. Ich ersticke. Täglich. Stündlich. Ich ertrinke am meinem eigenen Schmerz. An dem Schmerz der mich herzlos macht. Der mir die Lebensfreude nimmt. Der mir meine Kraft nimmt. Ich ertrinke in mir und ich kann nichts dagegen machen. Wie soll man auch vor sich selbst wegrennen. Wie? Ich bin nicht schnell genug um mir zu entkommen. Das war ich noch nie.

Und ich werde nie schnell genug sein.

Kommentare: 1
  • #1

    Miri (Sonntag, 15 Dezember 2013 21:53)

    Was du schreibst ist Hammer! Genauso wie du fühl ich mich auch und ich finde es toll dass du das hier schreibst, dass Leute wie wir wissen dass sie nicht die einzigen sind... Keep strong du kriegst das hin!! :)

Manchmal denke ich wirklich, es wäre besser wenn ich meiner Mutter erzähle, dass ich mich selbst verletze. Aber dann passiert irgendwas und ich denke: ,,Es ist gut, so wie es ist. Es ist gut, dass es niemand weiß. Es darf niemand wissen.'' Aber eigentlich möchte ich nur das mir jemand hilft.

Dass ich jemandem etwas bedeute und nicht nur unwichtig bin.

Das mich jemand braucht und mag.

Manchmal wünsche ich mir, dass sich jemand so sehr für mich interessiert,

dass es ihm auffällt wie traurig, kaputt, alleine und verzweifelt ich bin. Ohne das ich etwas sagen muss.

Aber das wird nie passieren, weil ich keinen an mich ran lassen.

Weil ich Angst habe, jemanden zu verlieren. Und wenn ich es doch jemand sage...

Wer würde es verstehen. Wer würde versteht dass sich ein 15jähriges Mädchen ritzt.

Wenn ich nicht so wäre, wenn ich mich nicht ritzen würde. Ich würde es nicht verstehen. Ich meine das Mädchen kann sich hilfe holen, mit jemandem darüber sprechen. Mit Eltern, Lehrern, Freunden, Verwandten usw.

Aber was wenn dieses Mädchen solche Angst vor dem sprechen hat,

dass sie nie etwas sagt. Was wenn dieses Mädchen Angst hat, nicht verstanden zu werden, was wenn sie sich nicht traut, weil sie befürchtet zu weinen, wenn sie spricht.

Und was wenn sie nicht aufhören kann zu weinen, wenn sie einmal angefangen hat.

Was wenn dieses Mädchen nicht darüber reden kann?

Wer würde sie verstehen. Ich habe immer gedacht die Leute wo sich ritzen sind krank, haben keinen Grund dazu, machen es um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Aber man macht es nicht für die Aufmerksamkeit, sondern um Leben zu können. Um jeden Tag die glückliche spielen zu können. Um andere nicht zu enttäuschen.

Um zu vergessen, wie verletzt man ist und was man durchmachen musste.

Fett. Zu fett

9:01..... Totaler FA.

Ein Croissant mit FETT Nutella, zwei Brote mit Wurst und Käse, zwei Brote mit Marmelade.

Ana hasst mich und Mia kennt mich nicht.

Ich kann nicht mehr. Ich versau mir alles. Ich allein.

Ich alleine mach alles kaputt, wie immer. Ich kann eben nichts.

Ana verlässt mich, wenn ich so weiter mache. Aber ich hab doch nur Ana. Wenn Ana geht, habe ich keinen mehr der für mich da ist. Wenn Ana geht´, bin ich wieder alleine. Und ich will nicht schon wieder alleine sein, es ist ohnehin schon schwer abzunehmen, wenn deine Eltern von Ana und deiner ''Krankheit'' wissen. Und jetzt das.

Essen

Ich will nur noch essen, ich hab so ein Hungergefühl.

Aber ich kann nicht. Ich will dünn sein.

Für Ana, für mich, für alle.

Ich hunger nicht nur für mich. Ich hungere für jeden, der mir nichts zutraut.

Für jeden der glaubt, ich kann das nicht.

Für jeden der glaubt, ''jede, aber nicht die.''

Für so viele Leute, Menschen, Gestalten und Kreaturen hungere ich.

Um endlich etwas beweisen zu können. Um zu beweisen, dass ich auch was kann. Dass ich mehr kann als essen. Dass ich bestimme, was ich tue.

Ich möchte für mich dünn sein und gleichzeitig für alle anderen. Ich mache das alles, für so viel mehr. Ich kämpfe nicht nur für mich, sondern für alle. Für meine Familie. Meine wenigen Freunde. Meine Verwandten. Meine Bekannten. Für so viele. Für Ana.

Deshalb esse ich nicht. Weil ich sonst versagen und allen recht gebe. Ich kann nicht essen, darf nicht essen. Nicht schon wieder. Nicht heute. Ich kann genug essen wenn ich tot bin. Aber tote Menschen sind dünner... immer

Kotzen

Ich bin krank und kotz nach jedem essen.

Das sollte eigentlich gut sein. Ist es aber nicht. Denn immer wenn ich gekotzt habe, muss ich sofort was essen damit ich nicht umkippe. Heute hat meine Schwester Geburtstag (06.11),

da muss ich auch noch mal essen. Ich geh seit Montag nicht in die Schule, jetzt ist Mittwoch, was gut ist. In der Schule komm ich nicht mehr mit, meine Noten sind im Keller, bei Arbeiten komm ich mit dem Zeitdruck nicht klar, in meinem Kopf sind so viele Stimmen, die mir sagen was ich darf, was nicht, was gut ist, was schlecht ist, wie dumm, hässlich, unerwünscht ich bin. Diese Stimmen bringen mich um. Sie machen mich kaputt. Ganz langsam und ich kann nichts dagegen machen. Manchmal kann ich mich selbst nicht mehr sprechen hören, weil die Stimmen in meinem Kopf so laut sind.

So unerträglich laut...

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Kommentare: 2
  • #1

    Lena (Sonntag, 10 November 2013 23:06)

    Wow. Ich muss sagen du sprichst mir aus der Seele. Ich lese deine Einträge und es ist als würde jemand aus meinem Tagebuch zetieren. Respekt.
    Keep going. Wir schaffen das.

  • #2

    Krissi (Mittwoch, 04 Dezember 2013 12:49)

    WOW...toller Twin! Liest, dass du umgekippt bist und will dich auch noch fördern...OMG. Hey Leute ernsthaft, das war ein heftiges Alarmzeichen des Körpers. Willst du dich komplett zerstören bis zum Haar/Zahnausfall und irgendwann keine Kinder mehr bekommen können...? Think about

Halloween

Am 30+31 Praktikum im Altersheim.

Einmal und nie wieder. Das reicht.

Das gute daran: Ich muss nicht nach hause, weil ich bei ner Freundin schlafe

Das schlechte: Ich muss essen.... so viel.... zu viel

Ich hab wieder zugenommen, dazu brauche ich keine Waage. Das weiß ich so.

An Halloween.... Ich war so betrunken.

Hab meiner Freundin die Zunge in den Hals gesteckt und sie mir.

Ich hab ihre Brüste angefasst und sie meine.

Sie hat meine Brüste abgeleckt, ob ich ihre abgeleckt habe, weiß ich nicht mehr.

Also erinnern tu ich mich nicht mehr. Ich bin immer noch etwas betrunken.

Also. Wir waren bis um 04:13 mit zwei Typen weg die ich eig. gar nicht kannte. Es ist ein Wunder, dass wir nach hause gefunden haben. Ich weiß fast nichts mehr, nur noch das wir Wahrheit oder Pflicht gespielt haben und ein paar peinliche Sachen die ich lieber vergessen würde. JA vergessen wäre jetzt gut.

Tja mehr weiß ich nicht mehr.

Wie war euer Halloween ??

 

Heute

53,3 kg. Das sind nur 0,3kg weniger als gestern.

Dabei habe ich gar nicht so viel gegessen. (Zwei mal Suppe am Mittag und Morgends halt)

Warum werde ich nicht dünner?

Warum kann ich nicht schon dünn sein.

Ich will nicht mehr das fette Ding sein, das alle anstarren. Ich möchte bewundert werden von anderen Ana's.

Ich möchte doch nur dünn sein

 

 

  • ''Wie geht es dir?''
  • Beschießen - ''Danke gut''
  • ''Bist du sicher?''
  • Nein - ''Ja''
  • ''Warum isst du dann nichts?''
  • Weil Ana perfektion verlangt - ''Ich weiß nicht''
  • ''Warum redest du nicht mehr mit mir?''
  • Weil du mich nicht verstehen würdest - ''Ich hatte keine Zeit''
  • ''Was hast du den gemacht?''
  • Mich geritzt - ''Nichts besonderes''
  • ''Hast du dich wieder geritzt?''
  • Ja - ''Nein ich habe versprochen ich mache das nicht mehr''
  • ''Dann ist ja gut, ich dachte schon dir geht es schlecht''
  • Mir geht es mehr als schlecht - ''Nein alles ok''

So geht das jeden beschießenen Tag. Und keiner merkt es, weil man genau das sagt, was sie hören wollen. Und wenn am Ende alles rasukommt, ist man selbst Schuld...

Weil man hätte ja was sagen können.

Weil es ja auch so einfach ist zu sagen: Hey ich Ritz mich, dass geht schon lange so. Ja ich wollte nur das ihr das mal wisst, aber da ihr ja denkt das Leute die das machen Behindert im Kopf sind, macht euch nichts draus. Lebt so weiter wie vorher, ich wollte nur mal sagen mit was ich mich runschlag. Also dann Tschüss.

Ein weiterer Tag

Ein weiterer Tag, ohne Hoffnung und Leben.

Ein weiterer Tag, ohne zu leben.

Ein weiterer grausamer Tag, an dem ich weiter zerbrecht.

Ja noch ein Tag, der genauso sein wird wie der davor.

Es wird sich nichts ändern, warum auch?

Wer kann daran schon etwas ändern?

Ich nicht, du nicht, sie nicht, keiner.

 

 

(27.10.13) 

5:57 Uhr mein Gewicht: 53,6kg

Weniger als gestern.

yeah!! Ich freu mich ja so.

 

 

Es ist Mittag und ich weiß nicht was ich machen soll.

Mir ist Langweilig, ich bin allein zuhause, ich bin müde und frustriert.

Im Fernsehr kommt nichts gutes. Ich würde ja Freunde anrufen, wenn ich mehr als 2 hätte. Habe ich aber nicht. Und die paar wenige sind alle nicht zuhause. Toll. Dann rede ich eben mit mir selbst, auch gut.

 

Was ist Einsamkeit?

Was ist Einsamkeit?

Ist Einsamkeit etwas schönes?

Wohl kaum. Sie ist eher etwas, was dich zerstören kann. Etwas was dich kaputt macht, was dich runtezieht. Runter in die Tiefe, in die Dunkelheit, in die Verlassenheit, in das kalte Schwarz. Einsamkeit zieht dich in die Schwärze und lässt dich nicht mehr los. Sie zerstört dich, macht dich kaputt, bringt dich um. Stück für Stück. Langsam. Unbemerkt. Leise. Rücksichtslos. Einsamkeit heißt Isolation. Isolation von allem und jeden. Einsamkeit ist fast schon ein Ort. Ein Ort der Verzweiflung und der Depressionen. Ein Ort ohne Hoffnung. Ohne Licht

Ohne Alles.

Ein leerer Ort voller Dunkelheit und Selbsthass.

Und immer wenn man diesem Ort fast entkommt, reicht die Einsamkeit dir die Hand.

Sie reicht dir die Hand um dich noch tiefer zu ziehen als davor. Weg von allen die einem helfen könnten. Sie gibt dir die Hand und du greifst danach.

Einfach aus Verzweiflung.

Einsamkeit verspricht dir ein Leben ohne Schmerz. Ohne Gefühle. Ohne Leben.

Aber wenn man der Einsamkeit verfallen ist, möchte man sie nur noch loswerden.

Sie klebt an einem und lässt dich nicht mehr los.

Sie zeigt dir dein Leben auf die schlimmste Art und Weise. Sie zeigt dir dein Leben, wie es hätte sein können, wenn man nicht nach der Einsamkeit gegriffen hätte. Wenn man die Hand weggestoßen hätte. Wenn man gekämpft hätte. Wenn man weitergemacht hätte. Wenn man auf ein besseres Leben gehofft hätte. Einsamkeit zerstör einen. Sie zerstört dich von innen heraus, bis man eine leere Hülle ist. Bis nichts mehr von einem da ist. Bis man sich auflöst und einen nichts mehr am Leben hält. Sie zerstört dich, bis es nicht mehr geht. Sie ist erbarmungslos und ungerecht. Eiskalt und verlockend. Wünderschön zerstörend. Sie lockt dich an, und wenn sie dich hat ist man verloren. Es gibt keinen Weg aus der Einsamkeit. Die Einsamkeit ist in einem. Tief unter, da wo sie keiner sehen kann.

Einsamkeit ist nichts schönes.

Einsamkeit ist Verlockend.

Grausam.

Zerstören.

Einsamkeit ist das nichts.

Sie ist Schwarz.

Mehr nicht.

Eiskalt und leer....

 

 

25.10.13

Überraschung! Überraschung!

Ich bin Fett!! Jep. Fetter als Fett. Übergewichtig. Adipositas. Sucht euch was aus.

55kg bei einer größe von ca. 167cm macht einen BMI von 19,72...

So viel. So unglaublich viel. Viel zu viel. Schon wieder zu viel. Es ist immer zu viel.

Das einzig gute daran ist, dass ich keine Therapie machen muss.

Das einzig gute daran ist, dass Ana nicht ganz gegangen ist. Das sie immer noch da ist...

Bei einem fetten Wal wie mir.

Ich habe sie nicht verdient. Ich enttäusche sie und dennoch bleibt sie. Als einzige.

Wenn alle mich schief anschauen und von mir abwenden, ist Ana da. Wenn ich allein gelassen werde, bleibt Ana. Als einzige

20.10.13

Jetzt wissen es alle. Alle wissen das ich Ana kenne. Und alle versuchen sie mir weg zunehmen.

Weil sie keiner Versteht

Ich weis nicht wie es so weit kommen konnte, dass es alle wissen. Ich weis nicht wer es meiner Mutter gesagt hat. Aber sie weis es. Und sie will es mir ausreden. So wie alle. Alle wollen mir das wegnehmen, was mich am Leben erhält. Wenn Ana nicht mehr da ist weis ich nicht wie ich weiter Leben soll, dann weis ich nicht für was ich weiter Leben soll. Für was lohnt sich das Leben, wenn man keinen hat der für einen da ist. Sobald ich eine Therapie anfangen muss, (Ich weis noch nicht ob ich eine Therapie machen muss) ist Ana weg. Und ich kann wieder von vorne anfangen. Ganz alleine.

18.10.13 Happy B-Day

Alles Gute zum Geburtstag Vanessa!!!

Ja so sollte es sein. Aber so ist es nicht. Nicht bei mir und meiner Familie.

Meine Mutter ist wohl die einzige die daran gedacht hat das ich heute Geburtstag habe. Sie hat mir als einzige unaufgefordert Gratuliert. Meine Schwester hat mir erst Mittags gratuliert, mein Vater zwei Tage zu früh und die aus meiner Klasse erst, als der Lehrer mich fragte ob ich heute Geburtstag habe. Tja was soll's. Ein weiterer Tag an dem Ich vergessen wurde. Nur ein weiterer Tag. Ich sollte es ja eigentlich gewöhnt sein, vergessen zu werden, aber ehrlich gesagt man gewöhnt sich nie daran. Man kann sich nicht daran gewöhnen.

Wenn alle einen Vergessen und niemand da ist auf den man sich Verlassen kann. Niemand dem man Vertrauen kann, dann fühlt man sich so leer. So unbrauchbar. So wertlos. Und diese leere in einem, drückt mich immer wieder zu Boden. Und dann setzt so ein Gefühl der Lähmung ein. So stark das man sich nicht mehr bewegen kann. Man spürt nichts mehr. Nur die Leere und Einsamkeit. Und dann tut man alles dafür, wieder etwas spüren zu können. Egal was, auch wenn es Schmerzen. Man tut sich selbst weh, Verletzt sich nur um zu spüren dass man noch Lebt, dass es noch etwas anderes gibt außer diesem lähmenden Gefühl. Man verletzt sich um sich selbst zu spüren.

07.10.13

Nach der Schule. 13:15 Uhr. 53,2kg. Bis jetzt habe ich zwei Mandarinen gegessen. Zum Mittagessen gibt es zwei kleine Würstchen und einen Joghurt-Müsli (selbsthergesstelt) als Nachtisch. Insgesamt sind das jetzt 490 kcal. Schaff ich es nichts mehr zu essen?

 

 

16:37 Uhr

Nein. Nein. Nein. Ich hab nochmals 150 kcal zumir genommen. Das darf nicht sein. Warum wollen mich alle zum essen zwingen? Ich bin nich nicht man annähernd im Untergewicht. Ein BMI von 19 ist nicht annähernd ein Grund warum man essen sollte. OK ich bin fast zusammengeklappt weil ich zu wenig gegessen habe, aber ich will nicht essen. Die Leute um nich rum wollen das ich esse. Aber ich zwinge sie doch auch nicht dazu zu essen. Warum tun die mir das an?

Insgesamt 640 kcal !!! So viel. Viel zu viel. Schon wieder zu viel. Schon wieder gegessen. Schon wieder zu viel. Zu viel. Viel zu viel

Heute Morgen 06:11 Uhr. 53,4kg... Alles wegen gestern. Alles wegen dem Essen. Wegen meinen Eltern. Wegen meiner unkontrollierten Fresssucht.

06.10.13

53,8kg..... 0,8kg weniger als gestern. Immerhin. Mal sehen wie es weiter geht, weil ich heute 'normal' essen muss. Was ist schon normal? Für Übergewichtige Leute sind 4000 kcal normal.

Für andere sind 2000 kcal normal. Für mich nicht. Für mich sind 0 kcal normal. Ich will nicht essen. Ich soll 3mal essen. 3mal am Tag, ja am TAG! Das ist nicht normal. Morgen habe ich dann bestimmt wieder 800 gramm zugelegt. Wer will schon 'normal' essen, wenn er abnehmen kann? Richtig. Niemand. Niemand, niemand, niemand. Ich muss abnehmen bis zu meiner Geburtstag (in 12 Tagen). Ich muss. Ich will dünn sein. Vor einem Jahr habe ich 46kg gewogen und jetzt wiege ich fast 10kg mehr. Das ist unerträglich

05.10.13

Hab heute eine frische Ananas gekauft. Die muss jetzt für einen Tage reichen. Heute wird dann nur Ananas gegessen.

Ich starte heute mit 54,6kg und morgen wird die Waage hoffentlich weniger anzeigen.

Erklärung zu Ananas-diät:

Am Tag darf man 1-2 ganze Ananas essen, aber wirklich nur Ananas. Dazu sollte man dann viel trinken. Man verliert ca. 1kg pro Tag.

Allerdings sollte man die Diät nicht länger als drei Tage machen.

 

19:00 Uhr

Ich habe so hunger. Ich hab seit einer Stunde keine Ananas Stückchen mehr gegessen aber es fühlt sich so gut an. So gut seinen leeren Magen knuren zu hören, ja schon fast schmerzen zu spüren. So gut

04.10.13

Heute überarbeite ich nur meinen Blog und morgen wird erst mal eingekauft. und zwar zwei Ananas damit ich die Ananasdiät machen kann. Bis zu einem Kilo weniger *-*.

Morgen schreibe ich dann mehr :)

 

Seit Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt so viel wie die Natur verlangt

(Benjamin Franklin)